Luftreinhalteplan: Richtiger Weg

Autos im Stau

Die Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe zeigt, dass sich Jürgen Resch nicht mit dem Kieler Luftreinhalteplan befasst hat, sondern lieber auf Polemik setzt. Dass Resch anscheinend ganz bewusst die Umrüstung der Busflotte sowie des kommunalen Fuhrparks auf Hybrid- und Elektroantrieb übersieht oder die Augen vor den massiven Anstrengungen im Radverkehr verschließt, zeugt nicht nur von schlechtem Stil, sondern vergiftet die Debatte.

Richtig ist, dass wir die Verkehrswende weiter entschieden vorantreiben müssen. Als Stadt Kiel werden wir den Radverkehr durch weitere Premiumrouten stärken, den Bus günstiger machen und wieder eine Stadtbahn schaffen. Das Land muss seine Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr deutlich erhöhen und so das Umsteigen für Pendler*innen deutlich attraktiver machen.

Das vom Oberbürgermeister Ulf Kämpfer vorgeschlagene Job-Ticket ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Dabei gilt es, auch im Sinne sozialer Verantwortung ein Sozialticket oder ein Schülerticket nicht nur mit zu denken, sondern Umsetzungsschritte aufzuzeigen. Es ist uns schon bewusst, dass hier ein Kraftakt vorgenommen werden muss. Gleichzeitig gehört es aber zur Wahrheit, dass der Ausbau des ÖPNV und eine Absenkung der Fahrpreise nur Schritt für Schritt, je nach Ausbauphase, stattfinden können. Für diese Diskussion ist die Zukunftswerkstatt der richtige Ort.

Vom Bund erwarten wir, dass er endlich seiner Verantwortung nachkommt und die Hersteller zur Nachrüstung ihrer PKW verpflichtet.

Dies erklären zur Stellungnahme der Landeshauptstadt Kiel zum Entwurf des Luftreinhalteplans und zur Reaktion der Deutschen Umwelthilfe der umweltpolitische Sprecher Max Dregelies und die Fraktionsvorsitzende Gesa Langfeldt.

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