Impfentscheidung

Die Verwaltung wird damit beauftragt, über Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch Plakate an Schulen, Kindertageseinrichtungen, bei Kinder- und Hausärzt*innen, bei Frauenärzt*innen, an der Fachhochschule und Universität, auf das Thema „Impfungen“ und die Impfberatung des Amtes für Gesundheit der Landeshauptstadt Kiel aufmerksam zu machen.

Außerdem sollen Informationsveranstaltungen zum Thema „Impfen“ durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen sollen von Gebärdensprachdolmetscher*innen in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt werden. Es soll eine Veranstaltung in Leichter Sprache angeboten werden.

Des Weiteren soll ein Infoblatt, welches auf die städtische Impfberatung aufmerksam macht, in jedes in Kieler Krankenhäusern ausgegebene U-Heft oder, wenn dies nicht möglich ist, in das Willkommensbuch der Stadt Kiel gelegt werden.

Die Kieler*innen sollen außerdem mit Flyern in anderen Sprachen (u.a. russisch, arabisch und türkisch) auf die Beratung aufmerksam gemacht werden.

Die Maßnahmen sollen noch in 2019 realisiert werden.

Begründung:

Das Thema „Impfen“ wird in der Öffentlichkeit immer wieder kontrovers diskutiert und über soziale Medien werden viele Ängste geschürt und Gerüchte verbreitet.

Zwar sind laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung etwa 90 Prozent der Kinder in Deutschland geimpft, viele erhalten aber nicht die zweite Impfung gegen Röteln, Masern und Mumps. Diese ist aber für einen guten Impfschutz und eine Zurückdrängung der Krankheiten in Deutschland notwendig.

Die Kieler*innen sollen außerdem über den sogenannten Herdenschutz aufgeklärt werden. Mit einer Impfung übernimmt man immer auch Verantwortung für diejenigen, die sich z.B. aufgrund eines geschwächten Immunsystems nicht impfen lassen können. Hierauf weist auch die Impfkampagne des Land Schleswig-Holstein „Impfen – Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten“ hin. 

Des Weiteren sollen auch Erwachsene über Möglichkeiten von Impfungen informiert werden.

Dieser Antrag hat zum Ziel, möglichst vielen Menschen die Chance zu geben, sich bei der Stadt unabhängig von niedergelassenen Ärzt*innen zu sinnvollen Impfungen zu informieren, um dann eine fundierte Entscheidung für sich und ihre Kinder zu treffen.

Ratsfrau Anna-Lena Walczak
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Verena Heimann
Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsherr Ralf Meinke
FDP-Ratsfraktion

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