„Ostseepark“: Wir wahren die Kieler Interessen – mit oder ohne CDU

Die Rathauskooperation aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW unterstützt den von Oberbürgermeister Albig (SPD) und Bürgermeister Todeskino (Bündnis 90/Die Grünen) geführten Dialog mit unserer Nachbarstadt Schwentinental in Sachen „Ostseepark“.

Im März bzw. April 2011 hatten der Wirtschafts- und der Bauausschuss der Ratsversammlung einstimmig die Erweiterung der Verkaufsflächen im Schwentinentaler „Ostseepark“ um nahezu 25 Prozent abgelehnt, zugleich wurde die Verwaltung im Wirtschaftsausschuss gebeten, das Gespräch mit der Stadt Schwentinental in nachbarschaftsfreundlicher Form zu suchen. Gemeinsame und für die Betroffenen durchschaubare Planungen in der Einzelhandelsentwicklung sind vernünftig, auch zwischen dem Oberzentrum Kiel mit rd. 239.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und dem Stadtrandkern II. Ordnung Schwentinental mit rd. 13.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Ein abgestimmtes Vorgehen zwischen beiden Kommunen hat auch die Landrätin des Kreises Plön völlig zu Recht gefordert. Wenn der Weg der Vernunft verlassen würde, wäre der Rechtsweg die Alternative zur Wahrung der Interessen der Stadt und der Kielerinnen und Kieler. Dabei ist zu beachten, dass nach dem Landesentwicklungsgrundsätzegesetz ein „Oberzentrum“ wie die Landeshauptstadt Kiel die Versorgung für mehrere sogenannte Mittelbereiche von jeweils mindestens 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern – im Falle Kiels insgesamt für über eine Viertel Million Menschen – übernehmen soll, und ein so genannter „Stadtrandkern II. Ordnung“ wie Schwentinental nur die Versorgung von mindestens 10.000 Menschen im Stadtrandgebiet gewährleisten muss. Wir fordern die CDU-Ratsfraktion, ihre reflexhafte Oppositionshaltung aufzugeben und gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, dem Bürgermeister und der Mehrheit in der Ratsversammlung für die Interessen Kiels einzutreten. Dies erklären der baupolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Dr. Hans-Friedrich Traulsen, der baupolitische Sprecher der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ratsherr Dirk Scheelje, und Ratsfrau Antje Danker (SSW).

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