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1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Entwicklungsexpertise zu vergeben, die ein organisatorisches Umsetzungsmodell zur Verwirklichung der im Ratsbeschluss 0131/2015 vorgesehenen Nutzungen (Mischgebiet aus Wohnen, Kreativprojekten, Kultur, sozialen Angeboten und Gastronomie für Einzelnutzungen) zum Ergebnis hat, gerade im Hinblick auf Sozialverträglichkeit und Gemeinwohl. Bestandteil der Exper-tise ist auch die Überprüfung der vorgesehenen Nutzungen hinsichtlich ihrer immobi-lienwirtschaftlichen Machbarkeit.
2. Die Verwaltung wird damit beauftragt, vor Vergabe der Entwicklungsexpertise entsprechend des Ratsbeschlusses Drs. 0131/2015 eine Stadtteilgenossenschaft mit den vor Ort aktiven Akteur*innen zu gründen, die als gleichberechtigte Partnerin im Sinne eines Quartiersmanagements an der Entwicklungsexpertise mitwirken soll. Für die Gründung und zur Deckung der laufenden Kosten der Stadtteilgenossenschaft werden im Nachtragshaushalt 60.000 Euro für 2019 seitens der Verwaltung eingeplant.
3. Für die weitere Einbeziehung der Öffentlichkeit und besonders von an der baulichen Umsetzung Interessierten und zur konzentrierten Bündelung der Kommunikation un-terschiedlicher Akteur*innen, wie z. B dem Ortsbeirat, Bürger*innen, Vereinen, Verbänden und vor Ort agierenden Unternehmen, wird eine Kommunikationsagentur beauftragt.
4. Das Areal soll zunächst ungeteilt bleiben und als Ganzes in das Eigentum der Landeshauptstadt Kiel (Immobilienwirtschaft) übergehen. Nach Fertigstellung eines Gesamtkonzeptes sind Eigentumsübergänge oder. Erbpachtmodelle mit Akteur*innen möglich, die bereit sind, sich an die Umsetzung des Konzeptes zu binden.
5. Ab sofort werden die Räumlichkeiten vor allem für das konzeptionelle Entwicklungsverfahren und für Zwischennutzungen von verschiedenen Projekten, Künstler*innen, Gründer*innen und kulturellen Angeboten, der zu gründenden Stadtteilgenossen-schaft, wie auch von anderen Akteuren zur Verfügung gestellt.
6. Es ist sicherzustellen, dass das für die Entwicklungsexpertise beauftragte Unternehmen keinerlei Vorgriffsrecht auf die spätere Umsetzung hat.
7. Die Verwaltung wird gebeten, die erforderlichen Planungsmittel im Nachtragshaushalt bereitzustellen und den Finanz- und den Bauausschuss darüber zu informieren.

Die Begründung erfolgt ggf. mündlich.

Ratsfrau Christina Schubert
SPD-Ratsfraktion

Ratsherr Arne Stenger
Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfrau Christina Musculus-Stahnke
FDP-Ratsfraktion

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