Mindestversorgung der Schulsozialarbeit

Die Verwaltung wird beauftragt, die Ausstattung der Schulsozialarbeit an Grundschulen sowie weiterführenden Schulen auf mindestens eine halbe Planstelle für die betroffenen Schulen zu erhöhen und die entsprechenden personellen Ressourcen hierfür bereitzustellen.

Der Betreuungsaufwand der Schülerinnen und Schüler (kurz: SuS) hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen, gleiches gilt für die Arbeitsbelastung insgesamt an den Schulen.

Dieser zusätzliche Betreuungsaufwand, der durch auffälliges Sozialverhalten, krankhaften Leistungsdruck, Mobbing, Handysucht, Ansätze von Essstörungen etc. entsteht, kann nicht allein von den Lehrkräften übernommen werden, die ohnehin durch die hohe Mehrbelastung vor allem durch Verwaltungsaufgaben und Inklusion belastet sind. Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter als Unterstützung im Klassenverband und Ansprechpartnerinnen und -partner sind dadurch eine unerlässliche Säule des Komplexes Schule.

Die o.g. Probleme treten nicht schulartspezifisch auf. Insofern sehen sich Grundschule, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen unabhängig vom soziökonomischen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert.

Im Jahr 2012 wurde mit der Einführung der Schulsozialarbeit an Gymnasien ein Angebot eingerichtet, das zwar gut angenommen wird, vielfach aber in ihrem Umfang nicht ausreicht, um die sozialpädagogischen Herausforderungen an den Schulen zu bewältigen. Die Ausstattung an Grundschulen ist trotz einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft ebenfalls zu gering, um heutigen pädagogischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Deshalb soll durch die Anhebung des Mindestniveaus der Schulsozialarbeitsstunden sichergestellt werden, dass die Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter neben klassenbezogenen und projektbezogenen Tätigkeiten auch eine regelmäßige Sprechstunde für die SuS anbieten können. Die genauen Einsatzziele bzw. Tätigkeiten sollen von den Schulen individuell erörtert und in Form eines Konzeptpapiers dem Jugendamt schriftlich dargelegt werden.

Um diese Mindestversorgung zu gewährleisten, bedarf es einer Schaffung von 4,5 Planstellen ab 2019. Die Kosten hierfür belaufen sich gemäß Mittelwerttabelle auf runf 303.000 € (67.400 € nach SuE 11b / TVöD). Nach Absprache mit dem Jugendamt ist beabsichtigt, aus den vorhandenen Projektmitteln/FAG-Mitteln, die sich momentan auf 1.000.000 € belaufen, 300.000 € zur Kostendeckung zu nutzen. Grund hierfür ist, dass diese Fördermittel bisher in keinem Jahr vollständig abgerufen wurden und die Summe von 700.000 € nie überstiegen.

Ratsherr Tobias Friedrichs
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Andrea Hake
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ratsherr Ralf Meinke
FDP-Ratsfraktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.