Sportstättenförderung des Landes nutzen

Die Verwaltung wird beauftragt, Anträge für die Förderung von kommunalen Sportstätten in Schleswig-Holstein im Rahmen der Sportstättenförderung des Landes zu stellen.

Dabei sind die folgenden Projekte besonders zu berücksichtigen:
-Investitionen in die Sportflächen auf dem Kilia-Gelände (siehe auch Drs. 0963/2017)
-Sanierung der Schwimmhalle Schilksee (siehe auch Drs. 0471/2017 und Drs. 1178/2017)
-Sportanlage des SV Hammer (Sportplatz an der Uwe-Jens-Lornsen-Schule, Damaschke Weg 1, 24113 Kiel)
-Bau einer Halle (für die Wintersaison) für die Kieler Rudersport-Schulvereine (auf dem Gebäude des Schüler*innen-Bootshauses, Düsternbrooker Weg 14, 24105 Kiel)

Die Verwaltung soll bis zum Jahresende über den Stand der Antragsstellung der einzelnen Projekte regelmäßig im Ausschuss für Schule und Sport berichten. Es können auch eigenständig durch das Sportamt Anträge für andere geeignete Projekte realisiert werden.

Im Masterplan Sport (Drs. 0164/2018) hat die Kieler Selbstverwaltung beschlossen, dass der Grundsatz „Instandhaltung, Sanierung und Erweiterung bestehender Sportstätten vor Neubau“ gilt. Dazu eignet sich das oben genannte Förderprogramm, welches bei der Finanzierung von entsprechenden Projekten die Hälfte der Investitionskosten übernimmt. Das Programm sollte auch von der Landeshauptstadt Kiel in Anspruch genommen werden.

Die Förderrichtlinien geben vor, dass es sich um Projekte handeln muss, wo die Planung bereits fortgeschritten und ein Finanzierungsplan aufgestellt ist. Im vergangenen Jahr konnten daher keine Anträge gestellt werden, da mögliche Projekte in der Planung noch nicht weit genug fortgeschritten waren. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt anders, weshalb nun mehrere Anträge gestellt werden sollen. Dafür schlagen wir der Verwaltung die oben genannten Pro-jekte vor.

Diese Projekte haben jeweils für sich eine besondere Auswirkung auf die Stadt Kiel und ste-hen für unterschiedliche Sportarten und einen unterschiedlichen Leistungscharakter. Außerdem können für diese Projekte bereits konkrete Kostenschätzungen getroffen werden.

Die Investitionen in die Sportflächen auf dem Kilia-Gelände sind bereits etwas länger im Ge-spräch und auch durch die Selbstverwaltung im Rahmen des Investitionspakets zur Förde-rung des Breitensports beschlossen worden. Bisher fehlte allerdings auch eine Einigung der betreffenden Vereine. Seit Anfang 2018 scheinen die Gespräche in Richtung einer größeren Investition zu laufen (siehe Protokoll Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport vom 11.01.2018 TOP Ö 11.1). Es ist zu berücksichtigen, was genau den Förderrichtlinien ent-spricht und somit gefördert werden kann.

Auch die Schwimmhalle in Schilksee soll im kommenden Jahr saniert werden. Um den An-forderungen der Schwimmvereine gerecht zu werden, ist die Schwimmhalle Schilksee von enormer Bedeutung. Auch um den Kieler Kindern das Schwimmen beizubringen, trägt die Schwimmhalle einen wichtigen Teil bei. Die Sanierung ist also dringend notwendig und sollte nach dem Abschluss der Baumaßnahmen am Hörnbad begonnen werden.

Neben dem Leistungssport im Bereich Football und dem Schwimmen wollen wir auch, dass der Breitensport umfassend unterstützt wird. Hierfür gibt es für den Sportplatz an der Uwe-Jens-Lornsen-Schule, der vom SV Hammer genutzt wird, bereits konkrete Umbauvorschlä-ge. Die Vorschläge des Vereins sind bisher an der Finanzierung gescheitert. Der Verein wächst im Bereich des Jugendfußballs stetig. Der Platz entspricht keineswegs mehr den An-forderungen, sei es in Bezug auf die kaputten Bewässerungsanlagen, eine Einzäunung oder die Möglichkeit auch zu späterer Stunde zu trainieren (Flutlicht). Die besondere Lage des Sportplatzes am Waldrand trägt ebenfalls zu dem schlechten Zustand des Sportplatzes bei. Außerdem zeichnet sich der Verein auch durch besondere Projekte, wie zum Beispiel die Gründung einer Fußballmannschaft für Adipöse, aus.

Ein weiteres Projekt, welches ggf. den Förderrichtlinien entsprechen könnte, ist der Ausbau des Schüler*innen-Bootshauses an der Kiellinie. Der Ausbau ist erforderlich, um den Ruder-unterricht auch im Winter aufrecht zu erhalten. Konkrete Ausbauvorschläge für eine Halle auf dem Bootshaus mit entsprechenden Kostenschätzungen des Architekten liegen der Immobi-lienwirtschaft bereits vor. Hier muss vor allem durch das Sportamt geprüft werden, unter welchen Bedingungen dieses Projekt den Förderrichtlinien entsprechen kann.

Durch das Stellen mehrere Anträge wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch die Stadt Kiel von dem Förderprogramm profitiert und die Sanierung der Kieler Sportstätten vorangebracht wird.

Ratsherr Philip Schüller
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Daniela Sonders
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Christian Ziesmann
FDP-Ratsfraktion

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