„Haus der Vielfalt“ – Neue Räume für Vereine und Freundschaftsgesellschaften

Die Ratsversammlung beauftragt die Verwaltung, nach einem geeigneten Gebäude für ein „Haus der Vielfalt“ zu suchen.

Diesbezüglich fordert sie den Oberbürgermeister und den Stadtpräsidenten auf, mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Verhandlungen über die Nutzung von ehemaligen Bundes-Liegenschaften in der Wik für Freundschaftsgesellschaften und Vereine aufzunehmen.

Eine solche Vereinbarung soll sich einfügen in die aufgenommenen Verhandlungen über ein Nutzungskonzept von BImA-Liegenschaften.

Ziel ist die Einrichtung eines Hauses der Vielfalt. Hier sollen die internationalen Freundschaftsgesellschaften und die Vertretungen der in Schleswig-Holstein angestammten Minderheiten ihre Völkerverständigungsarbeit fortführen können. Darüber hinaus könnten auch Vereine neue Räume finden, die sich für den Zusammenhalt unserer vielfältigen Gesellschaft einsetzen (z.B. HAKI e.V., Organisationen der Flüchtlingsarbeit).
Die Verhandlungen mit der BImA sollen mit dem Ziel geführt werden, eine Nachnutzung für mindestens 10 Jahre oder ggf. einen kompletten Erwerb zu erreichen.

Ausdrücklich nicht ausgeschlossen sein soll dabei eine Übergangslösung in Absprache mit der Hardenbergschule und den Organisationen in der Hardenbergschule, bei der Räume gemeinsam genutzt werden und der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt wird.

Die Nutzung des Initiativenhauses in der Diedrichstraße 2 (alte Fröbelschule) bleibt bis auf weiteres bestehen. Eine Änderung bedarf der Zustimmung der Ratsversammlung.

Räumlichkeiten für Vereine und ehrenamtliche Organisationen sind in Kiel knapp. Daher stellen die Kündigungen von Räumen in der Hardenbergschule die dortigen Freundschaftsgesellschaften vor eine existenzielle Herausforderung.
Gleichzeitig sind auch andere Vereine und Organisationen auf der Suche nach Räumlichkeiten.
Vor diesem Hintergrund wurden bereits erste positive Gespräche geführt, ob eine gemeinsame Lösung in einem ehemaligen Bundesgebäude eine Lösung sein kann.

Für die notwendige organisatorische Struktur eines Trägervereins o.ä. für eine gemeinsame Bewirtschaftung einer geeigneten Liegenschaft gibt es in anderen Städten erfolgreiche Beispiele.

Mit der BImA sollen Verhandlungen für eine geeignete Liegenschaft aufgenommen werden, die ggf. länger dauern können. Daher wird es erforderlich werden, gleichzeitig Übergangslösungen mit den Organisationen in den jeweiligen Schulen Hardenbergschule und Fröbelschule zu entwickeln.

Ratsherr Benjamin Raschke
Ratsherr Wolfgang Schulz
Ratsfrau Ingrid Lietzow
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Dr. Susanna Swoboda
SSW-Ratsfraktion

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