Stärkung der sozialpädagogischen Arbeit an den drei Kieler RBZ

Die Ratsversammlung beschließt:

Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, ein Konzept für zusätzliche sozialpädagogische Unterstützung an den drei Regionalen Berufsbildungszentren (RBZ) zu erarbeiten und dabei mögliche Synergien der inhaltlichen Arbeit im Zusammenhang mit der in Vorbereitung befindlichen Kieler Jugendberufsagentur zu berücksichtigen.

Dabei soll

a)    die Verwendung des Zuschusses in Höhe von 250.000€ für sozialpädagogische Stellen oder Maßnahmen mit Schwerpunkt der Integration und ausbildungsfördernde Maßnahmen erfolgen,

b)    die Einrichtung von bis zu drei Stellen zur staatlichen Anerkennung von Sozialpädagoginnen und -pädagogen bzw. Sozialarbeiterinnen und -arbeiter mit Bachelorstudium geprüft und ggfs. umgesetzt werden,

c)    eine inhaltliche Verknüpfung der Arbeit mit der in Vorbereitung befindlichen Kieler Jugendberufsagentur erfolgen, um eine zielgerichtete sozialpädagogische Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Regionalen Berufsbildungszentren mit der Kieler Jugendberufsagentur sicherzustellen.

Das Konzept ist in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen der drei Regionalen Berufsbildungszentren zu erstellen. Die Vorlage des Konzepts zur Beschlussfassung und Freigabe der Mittel ist innerhalb des ersten Quartals 2017 dem Ausschuss für Schule und Sport vorzulegen.

Die drei Regionalen Berufsbildungszentren in Kiel sind die größten Schulen des Landes Schleswig-Holstein. Die hohen Schülerzahlen und die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe machen eine Stärkung der sozialpädagogischen Unterstützung dringend erforderlich.

Da im nächsten Jahr auch mit der Errichtung der Kieler Jugendberufsagentur zu rechnen ist, deren Schwerpunkt die Unterstützung der Übergänge von der Schule in den Beruf sein soll, ist eine Konzeptionelle Abstimmung sinnvoll um synergetisch zu arbeiten.

Ferner soll dem Bedarf an fachlich qualifizierten Schulsozialarbeiterinnen und –arbeitern  begegnet werden, indem zusätzliche Möglichkeiten für die Absolvierung einer staatlichen Anerkennung im Rahmen eines einjährigen Berufspraktikums an den Regionalen Berufsbildungszentren geschaffen werden.

Ratsherr Peter A. Kokocinski
Ratsherr Wolfgang Schulz
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Andrea Hake
Ratsfrau Dagmar Hirdes
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ratsfrau Dr. Susanna Swoboda
Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion

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