Kiel – Ort der Vielfalt: Ramadan 2013

Unsere Landeshauptstadt Kiel ist Ort der Vielfalt. Interkulturelles und interreligiöses Leben sind wichtige Bestandteile unserer Stadt, Muslime selbstverständlicher Teil unserer Stadtgesellschaft. Der Ramadan ist daher seit Jahren fester Bestandteil der interkulturellen Agenda in Kiel.

Wir haben auch in diesem Jahr erneut erleben dürfen, dass gerade während des Fastenmonats Muslime und Nichtmuslime intensiv miteinander ins Gespräch kommen und sich für das friedliche, von gegenseitigem Respekt getragene Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen in unserer Stadt stark machen. Der Ramadan ist somit auch in erster Linie ein soziales Ereignis für den interkulturellen und interreligiösen Dialog, den es gilt, fortzuführen.

Die Kieler SPD setzt auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Teilhabe aller Menschen. Die SPD steht für die Kultur der Anerkennung im gesellschaftlichen Umgang miteinander.

Wir freuen uns sehr darauf, auch in diesem Jahr den Fastenmonat gemeinsam mit unseren muslimischen Freundinnen und Freunden zu feiern: Hayırlı Bayramlar! – Ein frohes Fest!

Dies erklären zum heutigen Ramadanfest die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Ratsfrau Özlem Ünsal, und der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Weber.

Hintergrundinformationen:

Der Ramadan ist ein Grundpfeiler des Islam und hat als solcher eine große religiöse Bedeutung für die Muslime. Er ist die Zeit der Besinnung auf Körper und Geist. Das Fasten soll jedem einzelnen die Gelegenheit geben, das Leid der Bedürftigen und der Mittellosen nachzuempfinden und stärkt somit die Solidarität der Gemeinschaft. Neben seinen theologischen und sozialen Aspekten hat der Ramadan eine zentrale kulturelle Bedeutung für die Muslime. Als ein gemeinsamer gleichzeitiger Akt aller Muslime in der Welt ist der Ramadan ein wichtiges Element der kollektiven Identität der Muslime, das sie unverwechselbar macht.

Das Fasten ist keine ausschließlich muslimische religiöse Praxis, sondern wird auch in anderen Religionen praktiziert. Der Zeitpunkt und die theologische Begründung des Fastens beispielsweise im Christentum unterscheiden sich jedoch vom Islam. Katholische, orthodoxe und evangelische Christen fasten in der Woche vor der Kreuzigung Jesu Christi. Das christliche Fasten ist hier ein Zeichen der Demut angesichts des Kreuztodes, der für den christlichen Glauben fundamentale Bedeutung hat. Auch die Adventszeit, in der das Weihnachtsfest vorbereitet wird, gilt in der Christenheit als eine Zeit des Fastens ebenso wie der Freitag einer jeden Woche.

Trotz der Unterschiede in der Zeit, der Dauer und der Durchführung ist dem Islam und dem Christentum die Auffassung gemeinsam, dass der während des Fastens geübte Verzicht den Menschen für die geistigen Dinge öffnet und in Selbstkontrolle und Selbstbeschränkung einübt.

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