Abfallcontainer unter der Erde: Eine saubere Stadt ist eine sichere Stadt

Die Stadt wird sauberer, wenn wir den Abfall möglichst unter die Erde bringen – in unterirdische Container mit großzügigen Einfüllstutzen, in die leicht und bequem Müll einzuwerfen ist. Das ist besser, als ihn in den nicht sehr schönen Mülltonnen-Boxen der großen Wohnanlagen zu entsorgen, die sehr oft für alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen nur schwer zu erreichen sind.

Und es ist besser, wenn auf öffentlichen Plätzen ein einziger großer unterirdischer Container mit einem Einfüllstutzen steht als zwei kleine Abfalleimer, die rasch überquellen und aus denen Möwen und Krähen die Abfälle herauspicken und verstreuen. Eine saubere Stadt ist die Voraussetzung für eine sichere Stadt, in der sich die Menschen wohl fühlen. SPD, Grüne und SSW begrüßen die Einführung der so genannten Unterflurbehälter in der städtischen Abfallwirtschaft und werden dem vorgeschlagenen Grundsatzbeschluss und den Änderungen der Abfall- und der Abfallgebührensatzung zustimmen. Durch die vertragliche Bindung von Wohnungsgesellschaften an den Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) wird es eine langfristige Zusammenarbeit zwischen privater Wohnungswirtschaft und der Landeshauptstadt Kiel in der Abfallentsorgung bei großen Wohnanlagen geben: Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb errichtet für die Wohnungsgesellschaften die Baugruben und Baucontainer, kauft die jeweiligen Container und stellt den Wohnungsgesellschaften die Benutzung dieser Container über eine besondere Gebühr in Rechnung. Das ist sozial, denn es ist gut für die Mieterinnen und Mieter. Obwohl die zusätzliche Containergebühr anteilig auf sie umgelegt werden wird, tauchen dafür in ihren Betriebsnebenkostenabrechnungen nicht mehr die Kosten für die Reinigung der Mülltonnenstandplätze und die Nachsortierung des eingeworfenen Mülls in die früheren Mülltonnen auf – und die sind höher als die anteilige Containergebühr. Es ist wirtschaftspolitisch klug, denn der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb wird durch die langfristige Zusammenarbeit mit den Kieler Wohnungsunternehmen in der Abfallentsorgung ein abfallpolitisches Signal setzen gegen den liberalisierten Preiskampf um die „kostenlose Tonne in attraktiven Groß-Wohnanlagen“. Und: Es ist auch unter umweltpolitischen Aspekten vernünftig, die Intervalle, in denen die Sammelfahrzeuge die Behälter leeren, möglichst zu strecken. Das wiederum bedeutet, die Behälter zu vergrößern. Dies erklären der abfallpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Falk Stadelmann, der abfallpolitische Sprecher der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ratsherr Lutz Oschmann, und Ratsfrau Antje Danker (SSW) zur vorgeschlagenen Einführung von Unterflurbehältern in der Abfallwirtschaft.

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